Häufige Fragen
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Unternehmen
Die Emqopter GmbH mit Sitz in Würzburg entwickelt Autonomietechnologie für unbemannte Flugsysteme: eine eigene embedded Plattform (EMQ Control), Sensorik zur Situationserfassung und die Software für die autonome Steuerung. Eine weitere Stärke ist das eigene Design von Hardwarekomponenten – so können wir auf individuelle und sich ändernde Anforderungen schnell und dynamisch reagieren. Der Fokus liegt auf voller Autonomie, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit – Made in Germany. Auf dieser Basis entstehen das Open-Source-Lehrsystem Quadrotor Control System (QCS) für Universitäten und Hochschulen, die Entwicklungsplattformen der Q-Serie für Forschung und Entwicklung sowie die vollautonome Lieferdrohne und der Drohnenport für Industrie und Logistik. Darüber hinaus bieten wir klassisches Engineering als Entwicklungsdienstleistung – von der Anpassung bestehender Systeme bis zur maßgeschneiderten Drohne.
Emqopter wurde 2016 von Dr. Nils Gageik als Ausgründung des Lehrstuhls für Informationstechnik für Luft- und Raumfahrt der Universität Würzburg gegründet – dort ist der deutschlandweit erste und einzige Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik beheimatet. Entsprechend steht bei Emqopter die Informatik, also die Softwarekomponente, im Vordergrund. Grundlage war das Forschungsprojekt AQopterI8, das Promotionsvorhaben von Nils Gageik, 2015 mit summa cum laude abgeschlossen und mehrfach mit Promotionspreisen ausgezeichnet; das Kernteam arbeitet seit 2010 an autonomen Multikoptern. Aus der zugehörigen Lehrveranstaltung entstand das Lehrsystem QCS. 2018 betrieb Emqopter die erste vollautonome Lieferdrohne im offenen Luftraum in Deutschland; im April 2026 wurde der erste Drohnenport am Firmensitz eröffnet.
Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und international, Industrieunternehmen, Krankenhäuser und Behörden. Hochschulen werten mit dem QCS die Lehre in den MINT-Fächern auf; in Forschung und Entwicklung werden unsere Entwicklungsplattformen eingesetzt. Die Lieferdrohne übernimmt Ersatzteil-, Medizin- und Lebensmitteltransporte und spart Personal und Transportwege ein, weil der gesamte Ablauf automatisiert ist. Dazu kommen Partnerinstitutionen und Unternehmen, mit denen wir gemeinsam technologische Lösungen entwickeln.
Ihnen. Alle Systeme lassen sich komplett lokal betreiben: Telemetrie, Steuerung und Videolink laufen dann ausschließlich zwischen Drohne und Ihrer Bodenstation – ohne Cloud, ohne App-Pflicht und ohne Datenabfluss an Dritte. Wenn Sie eine Cloud-Anbindung oder andere Zugänge wünschen, ist das ebenfalls möglich; auch eine Cloud kann vollständig lokal bei Ihnen betrieben werden. In jedem Fall behalten Sie die Kontrolle darüber, wo Ihre Daten liegen.
Ja. Entwicklungsdienstleistungen sind fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells: Sonderanfertigungen, Anpassungen bestehender Systeme, Auftragsforschung sowie Leiterplatten- und Mechanik-Design. Die erste vollautonome Lieferdrohne entstand als Auftragsentwicklung für einen Kunden. Vom Konzept zum flugfähigen Prototyp vergehen in der Regel drei bis sechs Monate, einschließlich der Exportkontrolle für Dual-Use-Güter. Für die anschließende Verwertung eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts sind wir offen.
Lehrsystem QCS
Das Quadrotor Control System (QCS): ein vollwertiger Quadrokopter, der am Stativ absturzsicher programmiert wird und in der Ausführung Flight (QCS-F) auch frei fliegt. Zum Komplettpaket gehören Hardware, Software-Framework, Dokumentation und zwölf Lektionen – vom EMQ-Framework über IMU-Sensorik, Kalman-Filter, Quaternionen, Telemetrie und Telekommandos bis zu Lage-, Gier- und 3-DOF-Regelung und Automatisierung, ergänzt um zwei MATLAB-Übungen. Jede Lektion enthält Foliensatz, Theorie, Aufgaben und Lösungen auf Deutsch und Englisch; eine Modulbeschreibung mit 5 ECTS liegt bei, die Videoreihe DroneTechAcademy vertieft die Inhalte. Programmierkenntnisse sind nicht zwingend: Mit dem Einsteiger-Framework EMQplay lassen sich Regler ohne Code parametrieren, für die weiteren Stufen genügen Grundkenntnisse in C. Fünf Schwierigkeitsgrade vom Einstieg bis zum Expertenniveau erlauben, dass Bachelorstudierende ohne Vorkenntnisse und Masterstudierende mit Erfahrung am selben System arbeiten. Über 50 Add-on-Module erweitern das QCS um GPS, Höhensensorik, Objekterkennung, Stereo-Vision oder Onboard-Computer. Für Gymnasien und Berufsschulen gibt es ein eigenes Lehrkonzept.
Das Quadrotor Control System (QCS) ist ein interaktives Lehrsystem, das Studierende für moderne Systeme begeistert: Statt Theorie an der Tafel programmieren sie einen echten Quadrokopter und sehen das Ergebnis ihrer Arbeit unmittelbar – anwendungsnah und motivierend für die Ingenieurwissenschaften. Das Komplettpaket aus Hardware, Software-Framework, Dokumentation und zwölf Lektionen läuft auf einem Stativ mit konfigurierbarem Gelenk: Ein, zwei oder drei Freiheitsgrade lassen sich freischalten, sodass Sensorik, Signalverarbeitung, Regelung und Automatisierung Schritt für Schritt entwickelt werden – ohne Absturzrisiko. Fünf Schwierigkeitsgrade decken den Bogen vom Einstieg ohne Programmierkenntnisse bis zum Expertenniveau ab. In der Ausführung Flight (QCS-F) hebt dasselbe System frei ab. Das QCS ist seit fast zehn Jahren am Markt und liegt in der fünften Generation vor.
Das QCS lässt sich auf zwei Arten in die Lehre einbinden. In Übungen, Praktika, Blockseminaren oder Summer und Winter Schools arbeiten die Studierenden selbst am Gerät – hier empfehlen sich kleine Gruppen mit höchstens vier Personen pro System, damit alle programmieren, testen und auswerten können. In Vorlesungen und Informationsveranstaltungen dient das QCS als Demonstrator: Regler, Sensorfusion und Automatisierung werden live am System gezeigt und die Theorie damit unmittelbar anschaulich. Für beide Fälle liefern wir die passenden Unterlagen mit – Foliensätze, Theorie, Aufgaben und Lösungen zu allen zwölf Lektionen, geeignet für Bachelor- wie Masterstudiengänge. Der Zeitbedarf richtet sich nach Ihrer Veranstaltung: vom einzelnen 45- bis 90-minütigen Block innerhalb einer bestehenden Vorlesung bis zur semesterbegleitenden Übung. Die Lektionen sind unabhängig voneinander einsetzbar und lassen sich erweitern oder kürzen.
Am Stativ kann das System nicht abstürzen oder unkontrolliert durch den Raum schwirren. Eine robuste Bauweise garantiert Langlebigkeit und das gefahrenlose Austesten verschiedenster Einstellungen. Ein Sicherheitsring umschließt die Propeller; optional gibt es einen modularen Eingriffsschutz von oben. Das Gelenk lässt sich in Sekunden zwischen einem, zwei und drei Freiheitsgraden umkonfigurieren, sodass der Regler Schritt für Schritt und gefahrlos über die Freiheitsgrade hinweg entwickelt wird, bevor das System frei fliegt. Studierende verletzen sich nicht, und die Hardware bleibt heil.
Ja. Das QCS zeigen wir Ihnen in einer kostenlosen, unverbindlichen Webdemo von etwa 20 Minuten live und beantworten dabei Ihre Fragen. Für Lieferdrohne und Drohnenport ist jederzeit ein Beratungsgespräch möglich – auf Wunsch mit Besichtigung des Drohnenports in Würzburg. Auch für individuelle Systeme, industrielle Anwendungen und Projekte in Forschung und Entwicklung empfehlen wir ein Beratungsgespräch, in dem wir Ihre Anforderungen gemeinsam durchgehen. Den Termin vereinbaren Sie direkt über die Website: Termin anfragen.
Forschung und Industrie
Flugfähige Entwicklungsplattformen vom kompakten Quadrokopter mit 200 g Nutzlast für Labor und Halle bis zum Hexakopter mit 10 kg Nutzlast, 60 Minuten Flugzeit und 30 km Reichweite. Onboard-Rechner vom Raspberry Pi bis zum NVIDIA Jetson für Objekterkennung, SLAM und Schwarmsteuerung; Sensorik und Schnittstellen werden auf Ihr Projekt angepasst. Neben der Open-Source-Entwicklungsplattform fliegt eine redundante Flugsteuerung mit: Wird ein Fehler erkannt, übernimmt sie über einen Fallback-Switch automatisch und hält die Position oder kehrt zum Startpunkt zurück – so lässt sich auch experimentelle Software sicher testen. Für den Einstieg in die Forschung eignet sich bereits das QCS; die dort entwickelten Arbeiten lassen sich auf die Plattformen exportieren.
Vollautonome Lieferdrohnen mit redundanter Steuerung und patentierter Landeplatzdetektion, den Drohnenport für die Intralogistik sowie Plattformen mit 3D-/4K-Kamera und LiDAR für Inspektion und Dokumentation, auf Wunsch im privaten 5G-Netz. Drohnenhersteller und Integratoren können einzelne Funktionen unserer Technologie beziehen und in eigene Systeme integrieren: die Flugsteuerung EMQ Control mit Software-Framework und dokumentierten Schnittstellen; Plug-and-play-Module zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung mit Ultraschall, Infrarot, Laser oder 3D-Sensorik, die ihre Steuerkommandos an jede Flugsteuerung geben; die patentierte Landeplatzdetektion für präzises autonomes Landen; autonome Navigation und Missionsplanung mit redundanter Absicherung; das automatische Be- und Entladen samt Akkuladung über Transportbox EMQbox und Roboter EMQbot; die Anbindung an Förderband, Automatisierungstechnik und Warenwirtschaft über die Schnittstelle EMQint; sowie Onboard-Rechner mit KI-Funktionen wie Objekterkennung, SLAM und Schwarmsteuerung. Dazu kommen Genehmigungsservice, Schulung und Wartung. Passt nichts davon, entwickeln wir das System nach Ihren Anforderungen – von der Leiterplatte bis zur Mechanik; maßgeschneiderte Lösungen entstehen so zum Beispiel im Forschungsprojekt DNeD.
Lieferdrohne und Drohnenport
Ja, grundsätzlich schon. Die Intelligenz sitzt im Drohnenport und in der Transportbox EMQbox; die Drohne muss nur wenige Voraussetzungen erfüllen, um die Box aufnehmen zu können. Ein Beispiel ist unser gemeinsames Projekt mit Wingcopter: In einem Testumfeld haben wir den Prototyp des vollautomatischen Drohnenports mit der Wingcopter 198 erprobt – der Bodenroboter EMQbot be- und entlädt die Drohne ohne menschliches Zutun. Die Integration gelang in weniger als drei Monaten, ohne das Design der Drohne zu verändern; nach umfangreichen Tests auf Funktion und Präzision wurde das Ergebnis zur Eröffnung des Drohnenports am 21. April 2026 in Würzburg vorgestellt. So können Sie eine eigene Flotte betreiben oder Dienstleister auf Ihrem Gelände fliegen lassen. Der erste Drohnenport ist seit April 2026 am Firmensitz in Würzburg in Betrieb.
Der Drohnenport macht den Drohnentransport zu einem vollautomatischen Prozess: Sie legen das Paket ab, ein mobiler Roboter belädt die Drohne, die Drohne fliegt selbstständig zum Zielort und wird dort wieder automatisch entladen. Niemand muss eine Drohne von Hand be- oder entladen, und vor Ort ist keine teure Infrastruktur nötig. Anders als ein Dock fertigt der Port mehrere Drohnen gleichzeitig ab, lässt sich lückenlos in bestehende Abläufe integrieren – etwa an Förderband oder Warenwirtschaftssystem – und wird individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst. Der erste Drohnenport ist seit April 2026 am Firmensitz in Würzburg in Betrieb und kann nach Absprache besichtigt werden.
Außer in Sonderfällen braucht der Betrieb eine Betriebserlaubnis in der speziellen Kategorie der EU-Drohnenverordnung. Emqopter übernimmt das Genehmigungsverfahren auf Wunsch komplett – oder Sie kümmern sich mit Hilfe unserer Dokumentation selbst darum.
Sprechen wir über Ihr Projekt
Ob Transportstrecke, Lehrsystem oder Sensorik – wir beraten Sie persönlich und finden die passende Lösung.